Spiele entwickelt von Arcade Masters
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The Cool Croc Twins
„The Cool Croc Twins“ erschien 1992 für MS-DOS und brachte einen Hauch von skurrilem Cartoon-Humor in die frühe Jump'n'Run-Szene. Im Mittelpunkt stehen zwei Krokodilbrüder, die mit ihrem bulligen Charme und ihrer selbstbewussten Lässigkeit perfekt zu ihren groben Sprites passen. Statt auf düsteren Realismus setzt das Spiel auf leuchtende Farben, flotte Animationen und einen verspielten Ton, der selbst gefährliche Stacheln eher wie harmlose Spielerei als eine Bedrohung wirken lässt. Für alle, die genug von düsteren Laboren hatten, bot dieser Titel eine sumpfige, energiegeladene Alternative.
Im Kern ist das Gameplay ein dynamisches Jump'n'Run, bei dem Timing wichtiger ist als rohe Gewalt. Man navigiert durch eine Reihe horizontaler Level voller Fallen, umherstreifender Gegner und Gefahren in der Umgebung, die unsaubere Landungen bestrafen. Die Steuerung erfordert präzise Sprünge, sorgfältiges Positionieren und schnelle Reaktionen auf plötzliche Bedrohungen. Power-ups und Sammelgegenstände verleihen dem Spiel einen Hauch von Rollenspiel und geben kurze Boosts, die beim Überwinden schwieriger Abschnitte oder beim Überleben von Gegnerhorden helfen. Das Konzept der zwei Charaktere unterstreicht die Vielseitigkeit, da der Spielfortschritt oft dazu anregt, über die jeweilige Herangehensweise nachzudenken.
Das Leveldesign sorgt durch wechselnde Themen und Schwierigkeitsspitzen für Abwechslung. In manchen Bereichen ist Präzision wichtiger als Geschwindigkeit, wodurch enge Korridore zu Geschicklichkeitsproben werden. Andere Bereiche öffnen sich zu weitläufigen Levels, die schnelle Wege und sichere Navigation belohnen. Bosskämpfe unterbrechen den Lauf-und-Spring-Rhythmus mit größeren Zielen, klareren Angriffsmustern und kurzen Zeitfenstern, in denen Schaden möglich ist. Selbst wenn die Steuerung einfach ist, bietet das Spiel ein ausgewogenes Verhältnis mit Gefahren, die Aufmerksamkeit erfordern, wie versteckter Kontaktschaden, instabiler Untergrund oder Gegner, die den Spieler in ungünstige Positionen drängen.
Die Präsentation auf DOS ist farbenfroh und klar, mit flüssig scrollenden Hintergründen, die den für komplexere Spiele dieser Zeit typischen Schliereneffekt vermeiden. Die Charakter-Sprites sind auf einen Blick erkennbar, und das Treffer-Feedback ist unmittelbar – ein großer Vorteil bei schnellen Jump'n'Run-Spielen. Der Sound setzt auf klassische Chiptunes im Synthesizer-Stil und liefert eingängige Melodien und knackige Soundeffekte, die Sprünge, Treffer und Beinahe-Treffer unterstreichen. Obwohl es kein technisches Meisterwerk ist, wirkt die insgesamt gelungene Umsetzung gewollt, insbesondere für einen Titel, der sofort zugänglich sein will.
Die Cool Croc-Zwillinge sind weniger für ihren großen Erfolg im Mainstream bekannt, sondern vielmehr für ihre Beliebtheit in Retro-Bibliotheken und bei neugierigen Neueinsteigern. Ihr Reiz liegt in der typischen Mischung der frühen 90er: einfache Steuerung, überraschender Charme und der für Arcade-Spiele typische Drang nach ständiger Verbesserung. Wer DOS-Jump'n'Runs wegen ihrer unkomplizierten Herausforderung und der charmanten Grafik mag, sollte dieses Spiel unbedingt ausprobieren, auch wenn es nie im Rampenlicht stand.