Spiele entwickelt von Binary Vision Ltd.
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Musicolor
Im Herbst 1992 erschien in der CDTV-Bibliothek ein mutiges Experiment mit dem Titel „Musicolor“. Das Spiel verbindet Rätselspiel mit musikalischer Reise und lädt Spieler ein, einem Raster aus leuchtenden Farben Harmonie zu entlocken. Oberflächlich betrachtet ähnelt es einem Rhythmusspiel, ist jedoch kein einfaches Arcade-Spiel, sondern bietet eine meditative Herausforderung, bei der jede Bewegung Tempo, Klang und Schattierung zu einer stimmigen Melodie verändert. Die Benutzeroberfläche befindet sich im engen Raum der CDTV-Fernbedienung und eines Fernsehbildschirms, doch das Spielgefühl ist filmisch, als würde man mit Akkorden malen.
Spieler manipulieren farbige Blöcke in einem Tanz aus Berührung und Timing. Jede Stufe präsentiert ein Mosaik, das auf die gewählte Melodie reagiert; das Anordnen von Farben zu einem sich wiederholenden Motiv schaltet die nächste Szene frei. Die Steuerung fühlt sich taktil an, war auf der Originalhardware etwas ungenau, aber nachsichtig genug, um zum Erkunden anzuregen. Die Punktevergabe basiert auf der Einhaltung des Rhythmus und der Eleganz der Musterausrichtung und belohnt Genauigkeit mit helleren Paletten und längeren musikalischen Phrasen. Die Herausforderung ist maßlos und erfordert die Synchronisierung von Ohr und Auge.
Die Grafik basiert auf einer zurückhaltenden Farbpalette, scharfen Kanten und einem Leuchten, das eher Bewegung als Rauch suggeriert. Das Spiel setzt eher auf abstrakte Geometrie als auf reale Bilder, mit Spiralen, Gittern und Kacheln, die im Takt der Noten pulsieren. Ein sanfter, synthetischer Soundtrack unterstreicht die Neon-Ästhetik und schwillt gelegentlich zu einem warmen Refrain an, wenn ein Level gemeistert ist. Die audiovisuelle Integration ist nicht nur Beiwerk; sie prägt das Spielgefühl und macht jede korrekte Anordnung zu einem kleinen Triumph.
Die Entwicklung erfolgte in einem bescheidenen Studio, das davon überzeugt war, dass Multimedia Spiel und Hören verbinden könnte. Zum Veröffentlichungszeitpunkt gehörte Musicolor zu einer Handvoll Titel, die auf CDTV als Proof of Concept für interaktive Kunst präsentiert wurden. Kritiker bemerkten mehr Ehrgeiz als Perfektion und lobten das Konzept, bemängelten aber Ecken und Kanten sowie gelegentliche Verzögerungen bei der Steuerung. Dieselben Kritiker argumentierten jedoch, dass ein so mutiger Titel zeige, was aus frühen CD-Playern werden könnte: ein Raum, in dem sich Musik und Logik in Farbe kreuzen.
Heute ist Musicolor ein Kuriosum aus einer Ära experimenteller Hardware. Sammler schätzen es, die die gewagte Idee mehr schätzen als die makellose Ausführung. Als kulturelles Artefakt erinnert es an eine Tradition, die später experimentelle Rhythmusspiele und farbbasierte Rätsel beflügeln sollte. Das Spiel lädt im Nachhinein Bewunderung für seine Kühnheit und seine hartnäckige Weigerung ein, sich mit bekannten Erfolgen auf einem Verbrauchergerät zufrieden zu geben, das noch lernte, was interaktive Medien leisten können.
Stifflip & Co.
Graf Chamäleon erkennt die Bedeutung des Cricketspiels für die Macht des Britischen Empire und weiß, dass ein einfacher Gummibalken, um den aufspringenden Ball zu vereiteln, alles ist, was nötig ist, um seine Macht zu beenden. Der Spieler steuert das Team von Viscount Stifflip, Professor Braindeath, Colonel R G Bargie und Miss Primbottom, die versuchen, ihn aufzuhalten.
Der größte Teil des Spiels ist symbolbasiert und erlaubt es Ihnen, nach Belieben zwischen den vier Charakteren zu wechseln. Die Steuerungsmöglichkeiten werden in vulgären englischen Begriffen beschrieben, so werden die Charaktere statt mit ihnen zu sprechen als "Chinwag" bezeichnet, und die Kämpfe werden als "Fisticuffs" bezeichnet. Diese sind ein Schlüsselaspekt des Spiels, da sie schnelle Reaktionen und die richtige Bewegungsauswahl erfordern, zumal die Verwendung des Tiefschlags den Charakter zu oft vernichtet.
Wicked
Wicked war ein bahnbrechendes Spiel, das 1989 für den Commodore 64 veröffentlicht wurde, ein Heimcomputersystem, das in den 1980er Jahren äußerst beliebt war. Wicked wurde von Binary Design entwickelt und von Electric Dreams veröffentlicht und war ein einzigartiges und fesselndes Spielerlebnis, das die Herzen und Gedanken von Spielern auf der ganzen Welt eroberte. Mit seiner lebendigen Grafik, dem herausfordernden Gameplay und der fesselnden Handlung wurde Wicked schnell zu einem Liebling der Fans und festigte seinen Platz in der Spielegeschichte.
Was Wicked von anderen Spielen seiner Zeit unterschied, war seine komplizierte Geschichte. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines jungen Zauberlehrlings auf der Mission, ihren Meister aus den Fängen eines bösen Zauberers zu retten. Das Spiel nahm die Spieler mit auf eine Reise durch mysteriöse Länder und tückische Hindernisse, während sie sich gleichzeitig gewaltigen Feinden stellten und Rätsel lösten. Das nichtlineare Gameplay des Spiels ermöglichte es den Spielern, neue Geheimnisse aufzudecken und alternative Wege zu entdecken, was jedes Durchspielen zu einem einzigartigen und aufregenden Erlebnis machte.
Einer der beeindruckendsten Aspekte von Wicked war die atemberaubende Grafik. Das Spiel sprengte die Grenzen dessen, was auf dem Commodore 64 möglich war, mit hellen und farbenfrohen Umgebungen, die die Welt der Magie und Zauberei zum Leben erweckten. Die Liebe zum Detail war bemerkenswert, wobei jedes Level und jeder Charakter aufwendig gestaltet wurden, um das immersive Erlebnis zu bereichern. Von den komplizierten Zaubererroben bis hin zu den bedrohlichen Drachen war die Grafik des Spiels einfach atemberaubend.
Doch bei „Wicked“ ging es nicht nur um beeindruckende Bilder und eine reichhaltige Handlung. Das Gameplay selbst war intensiv und herausfordernd und fesselte die Spieler. Im Verlauf des Spiels mussten die Spieler ihren Verstand und ihre schnellen Reflexe einsetzen, um Hindernisse zu überwinden und Feinde zu besiegen. Die Steuerung des Spiels war reibungslos und reaktionsschnell, was das Spielen zum Vergnügen machte. Und mit über 100 Levels, die es zu meistern galt, bot Wicked stundenlange Unterhaltung für Spieler aller Spielstärken.
Das Spiel enthielt auch einen unvergesslichen Soundtrack, komponiert vom legendären Musiker Jonathan Dunn. Die Musik fügte sich nahtlos in das Gameplay ein und sorgte für ein atmosphärisches und fesselndes Erlebnis. Jedes Level hatte sein eigenes, einzigartiges Thema, was die ohnehin schon beeindruckende Tiefe des Spiels noch verstärkte. Auch die Soundeffekte waren erstklassig und verliehen dem Spiel eine zusätzliche Ebene der Immersion.
Wicked wurde bei seiner Veröffentlichung von der Kritik hoch gelobt, viele lobten das innovative Gameplay, die atemberaubende Grafik und die fesselnde Geschichte. Das Spiel wurde sogar mit dem prestigeträchtigen Golden Joystick Award für das beste 8-Bit-Computerspiel des Jahres 1989 ausgezeichnet. Es wurde schnell zu einem Muss für Commodore 64-Besitzer und gilt immer noch als eines der besten Spiele auf dem System.