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The War College: Universal Military Simulator 3
The War College: Universal Military Simulator 3 ist ein strategisches Kriegsspiel aus der DOS-Ära, das 1995 erschien und die Reihe der War College-Spiele um moderne und hypothetische Kriegsschauplätze erweitert. Die Spieler befehligen operative Verbände in weitläufigen, hexagonalen Umgebungen – von kontinentalen Feldzügen bis hin zu regionalen Gefechten. Die Szenarien legen Wert auf Logistik, Führung und den dynamischen Verlauf der Kriegsführung. Das Spiel bietet sowohl historische als auch spekulative Szenarien und fordert die Spieler auf, strategische Planung mit den Gegebenheiten von Gelände, Wetter und Versorgung in Einklang zu bringen. Sorgfältige Planung, flexible Befehle und disziplinierte Ausführung über längere Zeiträume werden belohnt.
Das Gameplay basiert auf einem zweistufigen Ansatz: einer strategischen Operationskarte und einem taktischen Gefechtsmodul. Auf der Makrokarte stellen die Spieler Korps und Divisionen zusammen, weisen Bewegungsziele zu und koordinieren Vorstöße, während sie gleichzeitig Nachschublinien, Erschöpfung und Moral der Einheiten im Auge behalten. Die Spielengine berechnet Bewegungsstrafen für unterschiedliches Gelände und Wetter, Stapelgrenzen, Funkgeräte und die Effektivität der Führung. Daher ist eine durchdachte Verteilung der Einheiten und die Sicherung der Kommunikationswege unerlässlich. Die kleinen Gefechte, die beim Aufeinandertreffen zweier Streitkräfte entstehen, werden durch ein taktisches Subsystem entschieden, das Einheitenqualität, Führung und Geländevorteile berücksichtigt. Die Ergebnisse fließen in die Gesamtkampagne ein.
Die visuelle Darstellung basiert auf übersichtlichen, zweidimensionalen Karten mit einem traditionellen Hexfeldraster, das präzise Positionierung und Aufklärung belohnt. Das Gelände wird mit unterschiedlichen Farbpaletten für Wälder, Hügel, Flüsse und Stadtgebiete dargestellt, während Einheitenmarker und -figuren durch Farbe und Silhouette die jeweilige Seite und Stärke der Streitkräfte widerspiegeln. Die Benutzeroberfläche besteht aus mehreren Fenstern: der Hauptkarte, einem Statusfeld für Einheitenzustand und Ressourcen sowie einem Editorbereich zur Anpassung von Szenarien. Die Ästhetik legt Wert auf Lesbarkeit und Funktionalität statt aufwendiger Animationen und bewahrt einen schlanken, informationsreichen Stil, der für tiefgreifende strategische Planung geeignet ist.
Die Audioausgabe entspricht der PC-Hardware der Mitte der 1990er-Jahre und bietet, sofern verfügbar, realistische Soundeffekte und Musik im MIDI-Stil. Spieler können das Klangerlebnis an ihr System anpassen und Feedback-Signale für Bewegung, Kampf und kritische Ereignisse stummschalten oder anpassen. Das Sounddesign unterstreicht den Spielablauf: Sorgfältige Planung, gefolgt von entscheidenden, mitunter abrupten taktischen Konsequenzen. The War College: Universal Military Simulator 3 fördert methodisches Vorgehen und gründliches Experimentieren und bietet ein umfassendes Werkzeugset zum Erstellen von Szenarien, Anpassen der Siegbedingungen und Analysieren der Auswirkungen operativer Entscheidungen in längeren Feldzügen. Das Ergebnis ist ein anspruchsvolles und diszipliniertes Spielerlebnis, das strategische Tiefe und die Kunst der Führung würdigt.