Spiele entwickelt von RetroWorks
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King's Valley
King’s Valley für den ZX Spectrum (2009) bietet ein rasantes Side-Scrolling-Jump’n’Run in einer Reihe versunkener Täler, die von einem ruhelosen König beherrscht werden. Die Landschaft wechselt zwischen felsigen Gängen, von Ranken überwucherten Brücken und verfallenen Steinpassagen, die sich von Bildschirm zu Bildschirm verändern, während der Weg zur Festung des Herrschers hinaufführt. Ziel ist es, sich durch jedes Level zu kämpfen und dabei die Gefahren zu überstehen, die überall im Gelände lauern – feindliche Patrouillen, plötzliche Abgründe und Fallen in schmalen Felsvorsprüngen –, um höher gelegenes Gelände zu erreichen und tiefer in das Reich des Königs vorzudringen.
Die Steuerung konzentriert sich auf präzise Plattformbewegungen: Der Protagonist rennt und springt mit Schwung, wobei Timing wichtiger ist als rohe Kraft. Spieler kommen voran, indem sie Abgründe überwinden, zwischen Plattformen wechseln und klettern, wo es möglich ist, wobei sie stets auf ausreichend Abstand achten müssen, um Treffer von sich bewegenden Gegnern zu vermeiden. Der Fortschritt in den Levels basiert darauf, Abschnitte vollständig zu meistern und Ausgänge zu finden, die hinter Hindernissen versteckt oder von stärkeren Gegnern bewacht werden. Punkte werden durch erfolgreiches Vorankommen und das Einsammeln von Sammelgegenständen entlang der Wege gesammelt, was zum wiederholten Erkunden von Landeplätzen und alternativen Pfaden anregt.
Die Spielmechanik ist an die klassischen Spectrum-Beschränkungen angepasst, wodurch das Bewegungsgefühl die wichtigste Herausforderung darstellt. Beim Springen muss das Timing auf kurze Distanzen zwischen Plattformen und gelegentlichem Feindfeuer oder Kollisionszonen abgestimmt sein. Das Risiko steigt in späteren Abschnitten, wo Gefahren schnell hintereinander auftreten und Bildschirmübergänge ein sofortiges Umpositionieren erfordern. Das Spiel bietet in der Regel mehrere Leben und häufige Checkpoints innerhalb eines Durchgangs, sodass Spieler kleinere Fehler korrigieren und den Aufstieg fortsetzen können, ohne ganze Level nach einem einzigen Fehler aufgeben zu müssen.
Optisch verwendet King’s Valley kräftige, kontrastreiche Sprites und die charakteristischen Farbattributblöcke des Spectrum, um die Übersichtlichkeit während der Bewegung zu gewährleisten. Die Hintergrundkulisse ist auf gut erkennbare Silhouetten – Felsbögen, Klippen und Trümmer – reduziert, während das Spielfeld flüssig genug scrollt, um ein angenehmes Spielgefühl zu erzeugen. Gegner und Objekte in der Umgebung sind durch ihre markanten Formen sofort erkennbar, und interaktive Plattformen helfen Spielern, Höhenunterschiede einzuschätzen und sicher zu landen.
Der Sound untermalt die Action mit energiegeladenen Chiptune-Melodien und prägnanten Effekten. Die Hintergrundmusik unterstreicht den rhythmischen Fluss, der sich ideal für wiederholtes Springen und Ausweichen eignet, während Soundeffekte wichtige Momente wie das Aufsammeln von Gegenständen, den Kontakt mit Gegnern und die Landung markieren. Insgesamt zeichnet sich das Spielerlebnis durch eine präzise Steuerung, einen stetig wachsenden Schwierigkeitsgrad und die anhaltende Befriedigung aus, das richtige Timing jedes Abschnitts zu meistern, um die nächste Ebene im Tal in Richtung der Königsfestung zu erreichen.
Knight Lore Remake
Knight Lore Remake für den MSX schickt den Spieler auf eine verschlungene, kachelbasierte Quest durch ein verwinkeltes Labyrinth aus Gängen, Plattformen und steil aufragenden Treppen. Die Umgebung wird in einer Pseudo-3D-Ansicht präsentiert, wobei Wände und Böden in einer isometrischen Perspektive projiziert werden. So bleibt die Navigation übersichtlich, während gleichzeitig das Gefühl von Höhe und Tiefe erhalten bleibt. Ziel ist es, tiefer in das Labyrinth vorzudringen, wichtige Schätze hinter Abzweigungen und beweglichen Hindernissen zu finden und den Zielpunkt zu erreichen, sobald alle benötigten Gegenstände gesammelt wurden.
Die Steuerung erfolgt mit der Standard-MSX-Steuerung, sodass der Ritter schreiten, sich drehen und präzise auf dem Raster positionieren kann. Ein zentrales Zeitelement bestimmt den Spielverlauf: Die Gefahr im Dungeon steigt mit fortschreitender Zeit, wodurch der Druck der Gegner zunimmt und die sicheren Wege kürzer werden. Zu den Gefahren gehören Lücken, die den Weg versperren, Fallen auslösende Kacheln und schmale Vorsprünge, von denen ein einziger Fehltritt den Ritter in den Abgrund stürzen lassen kann. Gefahren außerhalb des Bildschirms werden durch Bewegungsmuster in den Gängen angedeutet und regen zu vorsichtigem Erkunden an, anstatt blindlings loszurennen.
Kampf und Überleben werden durch direkte Konfrontation mit den dort lebenden Kreaturen entschieden. Gegner patrouillieren in bestimmten Bereichen des Labyrinths, während andere den Ritter im Nahkampf angreifen, sobald er ihren Weg kreuzt. Der Spieler muss Risiko und Routenplanung abwägen und seine Bewegungen gezielt einsetzen, um Feinde auszumanövrieren und Engpässe zu vermeiden, an denen Feinde den Rückzug versperren. In manchen Zonen gibt es bewegliche Elemente in der Umgebung, wie zum Beispiel schwingende oder rotierende Elemente, die regelmäßig sicherere Korridore öffnen oder sie wieder schließen, gerade wenn der Spieler sich in diese Richtung bewegt.
Optisch setzt Knight Lore Remake auf ausdrucksstarke Sprites und eine klare Darstellung von Boden, Wänden und Tiefenebenen. Die Ritterfigur hebt sich durch kontrastierende Konturen und einfache Animationen für Gehen, Schlagen und Treffer deutlich von der Dungeon-Farbpalette ab. Oberflächen nutzen sich wiederholende Texturen und kontrastreiche Farbbänder, um den Boden von Wänden und Decken zu unterscheiden. Die Beleuchtung verändert sich subtil während der Fortbewegung und suggeriert so die vertikale Raumwirkung innerhalb des Gebäudes.
Sound und Präsentation basieren auf dem klassischen MSX-Sound: Knackige, schnelle Percussion-Akzente begleiten die Bewegung durch angespannte Passagen, während ruhigere Abschnitte von einem gleichmäßigen Chiptune untermalt werden, der den Rhythmus des Labyrinths verstärkt. Steigt die Gefahr, wird der Soundtrack intensiver und die Aktivitäten der Gegner werden durch schärfere Soundeffekte deutlicher wahrnehmbar. Das Spielerlebnis ist insgesamt ein zügiger, planungsintensiver Durchgang: Man muss sich sichere Wege einprägen, den Zeitdruck für mehr Effizienz nutzen und methodisch vorwärtsgehen, bis man den Ausgang erreicht.
Sir Fred: El Remake
Sir Fred: El Remake, erschienen 2005, ist eine faszinierende Neuauflage des ursprünglichen Sir Fred, eines Plattform-Abenteuerspiels, das für seine bezaubernde Grafik und sein fesselndes Gameplay Anerkennung fand. Dieses von der spanischen Firma MandN Games entwickelte Remake aktualisiert nicht nur die visuelle Ästhetik, sondern verbessert auch die Mechanik und die Gesamterzählung. Sir Fred erfindet seinen Protagonisten neu – einen tapferen Ritter, der eine Prinzessin aus den Fängen eines ruchlosen Zauberers retten soll, und verbindet dabei Retro-Sensibilität mit modernen Gaming-Funktionen.
Das Spiel lädt die Spieler in eine lebendige Welt voller skurriler Umgebungen und fantasievoller Kreaturen ein. Während Sir Fred durch üppige Wälder, gefährliche Verliese und ominöse Schlösser reist, fesseln die reich gezeichneten Landschaften die Spieler und versetzen sie in eine entzückende Fantasy-Umgebung. Die handgezeichnete Grafik ist ausgesprochen beeindruckend und bietet ein nostalgisches und doch frisches Erlebnis, das sowohl erfahrene Gamer als auch Neulinge gleichermaßen anspricht. Neben seiner ästhetischen Anziehungskraft enthält das Spiel flüssige Animationen, die jedem Charakter und Feind Leben einhauchen und so die gesamte Erzählung verbessern.
Die Spielmechanik in Sir Fred: El Remake ist sowohl intuitiv als auch herausfordernd und ermöglicht ein spannendes Spielerlebnis. Die Steuerung reagiert schnell, was für ein Plattform-Abenteuerspiel, bei dem Präzision der Schlüssel ist, von entscheidender Bedeutung ist. Die Spieler navigieren durch Level voller Rätsel und furchterregender Gegner, was strategisches Denken und schnelle Reflexe erfordert. Während sie vorankommen, sammeln sie Power-Ups und schalten Spezialfähigkeiten frei, was eine iterative Ebene hinzufügt, die zum Erkunden und Experimentieren anregt. Die Integration dieser Mechaniken vermittelt ein Erfolgserlebnis, wenn die Spieler Hindernisse überwinden und Feinde besiegen, um die Prinzessin zu retten.
In Bezug auf das Sounddesign ergänzt der Ton die visuelle Pracht und schafft eine immersive Atmosphäre, die die Spieler tiefer in Sir Freds Abenteuer hineinzieht. Der Soundtrack, eine lebhafte Orchesterpartitur, steigert die Emotionen während spannender Begegnungen und wird in Momenten der Ruhe sanfter und spiegelt das Auf und Ab des Spiels wider. Soundeffekte bereichern das Spielerlebnis zusätzlich, vom befriedigenden Klirren der Waffenschläge bis hin zur subtilen Atmosphäre der Umgebungen.