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Spiele entwickelt von Slitherine Software UK Ltd.

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The History Channel: Great Battles of Rome

Windows 2007
2007 erschien für Windows-Spieler „The History Channel: Great Battles of Rome“, ein Strategiespiel, das antike Kriegsführung in ein zugängliches, filmisches Gewand hüllte. Statt freier Spielwelt bot es inszenierte Schlachten aus der römischen Geschichte, in denen Feldherren berühmte Gefechte nacherleben konnten, ohne ein Taktikstudium absolvieren zu müssen. Das zentrale Versprechen des Spiels war einfach: Legionen befehligen, Verbündete koordinieren und durch Positionierung, Moral und Timing siegen. Eine dokumentarische Inszenierung sorgte in jedem spielbaren Szenario für realistische Action. Optisch besticht die Produktion durch klare Einheitensilhouetten, übersichtliche Schlachtfelder und dezent detaillierte Einheiten, die sich kraftvoll bewegen. Ein Sprecher und eingeblendete Texte liefern Kontext und erklären oft die Bedeutung eines Gefechts, bevor die Einheiten aufeinanderprallen. Menüs und Tutorials sind übersichtlich gestaltet, sodass auch Neulinge schnell einsteigen können, selbst bei komplexen Themen. Das Sounddesign setzt auf Marschrhythmen, Schildaufprallgeräusche und Lärm der Menge, wodurch die Formationen lebendig und nicht statisch wirken und der Spieler den Spielverlauf hörbar miterlebt. Im Kern ist das Spiel ein taktisches Kommandantenspiel mit Echtzeitbewegung, in dem die Spieler Infanteriekohorten, Kavallerieflügel und unterstützende Spezialisten befehligen. Formationen sind entscheidend: Speere ragen in den vorderen Reihen hervor, Schilde halten Angriffen stand, und Flankenangriffe bestrafen unachtsame Winkel. Der Spieler verwaltet Ausdauer und Kampfreichweite, während ein Moralmodell auf Verluste, Einkesselung und die Präsenz der Führung reagiert. Das Gelände mit seinen Hügeln, Engpässen und Deckungsmöglichkeiten beeinflusst den Ausgang der Schlachten, sodass Aufklärung zu einer praktischen Gewohnheit und nicht zu einer optionalen Spielerei wird. Die Kampagne verknüpft mehrere historisch inspirierte Szenarien mit jeweils eigenen Siegbedingungen. Einige Missionen erfordern das Halten von Stellungen bis zum Eintreffen von Verstärkung, während andere darauf abzielen, den Gegner zu zerschlagen, bevor sich seine Linien neu formieren können. Die Römer beginnen oft mit disziplinierten Infanterieblöcken, doch der Gegner kann je nach Szenario irreguläre Truppen, Elefanten oder rivalisierende Kommandeure einsetzen. Zwischen den Gefechten regen Zusammenfassungen den Spieler dazu an, Taktik und Doktrin zu verknüpfen, sei es der Reiz der Testudo-Taktik oder die Gefahren des Kampfes bergauf. Bei Veröffentlichung lobten Kritiker die vom Erzähler untermalte Inszenierung und das intensive Nahkampfgefühl, insbesondere wenn Infanterie auf Kavallerieangriffe traf. Häufige Kritikpunkte waren inkonsistente Feindinformationen, wiederverwendete Umgebungen und die mitunter ungelenke Steuerung, die sorgfältig geplante Taktiken zunichtemachte. Trotz dieser Mängel fängt das Spiel eine Zeit ein, in der sich Mainstream-PC-Spiele Glaubwürdigkeit von Fernsehmarken beschafften. Für alle, die sich für frühe Strategieausbildung interessieren, bleibt es eine praktische, wenn auch nicht perfekte Möglichkeit, römische Truppen auf einem einzigen Monitor zu befehligen.
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