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Connections
1995 erschien mit Connections ein kleines, aber überraschend fesselndes Puzzlespiel für Macintosh. Es kam genau zum richtigen Zeitpunkt, als Mac-Spieler eher nach cleverer Unterhaltung als nach spektakulären Effekten suchten, und Connections bot genau das. Optisch ist es übersichtlich und aufgeräumt, sodass der Blick den Wegen und Mustern folgen kann, anstatt nach spektakulären Effekten zu suchen. Die Atmosphäre ist insgesamt ruhig, doch mit jedem neuen Level, wenn das Spielfeld durch die eigenen Entscheidungen kleiner wird, entsteht eine unterschwellige Dringlichkeit.
Im Kern geht es bei Connections darum, passende Punkte auf einem Raster zu verbinden. Man zeichnet mit der Maus Pfade zwischen den entsprechenden Knoten, und die Herausforderung liegt in den strengen Layoutregeln, die ungenaue Planung bestrafen. Die Pfade müssen Hindernisse in der Umgebung berücksichtigen, und Kreuzungen sind verboten. Jede gezogene Linie wird somit zu einer zukünftigen Einschränkung. Manche Rätsel erfordern ein vorsichtiges Umdenken, da man merkt, dass eine schnelle Verbindungsstrategie einen einschränkt und man gezwungen ist, den Weg sorgfältig zu ändern. Der Genuss liegt in dem befriedigenden Klick, wenn die Lösung endlich einrastet.
Der Schwierigkeitsgrad wirkt durchdacht: In den ersten Levels werden Rhythmusgefühl und räumliches Vorstellungsvermögen gefördert, während spätere Levels verzweigte Optionen einführen, die das Jonglieren mit mehreren möglichen Wegen gleichzeitig erfordern. Man hat nie das Gefühl, einfach drauflos zu raten, denn selbst wenn das Spielfeld chaotisch aussieht, ist der Fortschritt erkennbar. Hilfreiches Feedback, wie die sofortige visuelle Bestätigung gültiger Verbindungen und klare Hinweise auf Konflikte, verhindert Frustration. Das Sounddesign ist zurückhaltend und bietet subtile Hinweise, die die Konzentration fördern, anstatt abzulenken.
Die Steuerung ist für die damalige Zeit wunderbar direkt. Durch Klicken eine Verbindung herstellen und Ziehen den Pfad formen, fühlt sich das Spiel haptisch an, fast wie Lösen mit Bleistift auf Millimeterpapier. Das Speichern des Spielstands reduziert die Strafe für einen Neustart, was wichtig ist, sobald die Levels längere logische Ketten erfordern. In der Praxis fördert diese Balance zwischen Übersichtlichkeit und Herausforderung wiederholte Spielsitzungen: Man versucht es nicht, weil das Spiel unfair ist, sondern weil man die zuvor übersehene Logik erkennt.
Connections erinnert daran, wie viel Persönlichkeit Mac-Rätsel in einem kompakten und unkomplizierten Format vereinen konnten. Es entstand vor vielen modernen Klassikern, die spätere Generationen erwarten würden, und fängt dennoch denselben fesselnden Kreislauf ein: Beobachten, planen, Verbindungen herstellen und die Strategie anpassen, wenn die Lösung nicht so einfach ist, wie man es sich wünscht. Wer anspruchsvolle, praktische Herausforderungen mag und lieber aktiv mit Einschränkungen arbeitet, anstatt nur auf Aktionen zu reagieren, für den ist dieser Titel von 1995 nach wie vor eine reizvolle Kuriosität aus einer Zeit, in der man noch geduldiger spielen konnte.