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Spiele veröffentlicht von HD Interactive B.V.

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Big Scale Racing

Windows 2002
Big Scale Racing erschien 2002 für Windows mit einem Versprechen, das simpel, aber ambitioniert klang: Das Geschwindigkeitsgefühl sollte sich größer, länger und dramatischer anfühlen als auf den üblichen, beengten Arcade-Strecken. Statt sich nur auf hektische, kurze Runden zu konzentrieren, setzt das Design auf weitläufige Streckenlayouts und ein Gefühl von Schwung, das sich durch die Kurven trägt. Für Spieler, die gerne am Limit fahren, belohnt der Titel sanftes Lenken, geplantes Bremsen und souveränes Gasgeben statt ständiger, hektischer Korrekturen. In der Praxis dreht sich das Spielerlebnis um abwechslungsreiche Rennabschnitte, die Distanz und Tempo in den Vordergrund stellen. Die Fahrer bewegen sich durch Strecken, die Antizipation fördern, denn die Linienwahl ist langfristig entscheidend, nicht nur am Scheitelpunkt. Das Fahrzeugverhalten ist gut vorhersehbar, Traktion und Gewichtsverlagerungen lassen sich durch wiederholtes Fahren erlernen. Diese Lernkurve verleiht dem Spiel einen angenehmen Rhythmus: vorsichtig beginnen, stabile Bremspunkte finden und dann allmählich mehr Gas geben. Selbst wenn schnelle Reflexe über Sieg oder Niederlage entscheiden, belohnt das Spiel letztendlich die richtige Technik. Optisch spiegelt die Präsentation die frühen 2000er Jahre wider: schlichte Kulissen und ein Fokus auf klare Darstellung bei hohen Geschwindigkeiten. Die Rennstrecke steht im Mittelpunkt, und die Kameraführung ist darauf ausgelegt, die Ideallinie stets erkennbar zu halten. Auch wenn die Umgebungen in puncto Texturdetails nicht mehr zeitgemäß sind, trägt das Layout dazu bei, dass die Welt stimmig wirkt. Das Sounddesign unterstreicht die Geschwindigkeit, indem Motorengeräusche und Fahrgeräusche signalisieren, wann das Auto unter Belastung steht, driftet oder wieder Grip findet. Die Steuerungsmöglichkeiten sind in einem Rennspiel entscheidend, und Big Scale Racing unterstützt verschiedene Eingabemethoden, sodass viele Spieler ihre bevorzugte Einstellung finden können – egal ob mit Tastatur oder, falls verfügbar, mit Lenkrad. Das Fahrverhalten profitiert generell von gleichmäßigen Eingaben und weniger von ruckartigen Bewegungen. Spieler, die sich Zeit für die Kalibrierung der Empfindlichkeit nehmen, erzielen daher oft die größten Verbesserungen. Der Schwierigkeitsgrad liegt eher darin, über lange Strecken die Ruhe zu bewahren, als einen einzelnen kritischen Moment zu überstehen. Was die Langzeitmotivation angeht, so beruht der Charme des Spiels auf seiner einfachen Prämisse und dem Fokus auf dem Erlernen der Strecke. Es eignet sich für entspannte Runden, in denen man schnell neue Versuche unternehmen möchte, und ist gleichzeitig ideal für Spieler, die Rennen wie kurze Trainingsläufe betrachten. In einer Zeit, die von entweder übermäßig vereinfachten Arcade-Rennspielen oder hochtechnischen Simulationen dominiert wird, positioniert sich Big Scale Racing gekonnt in der Mitte: zugänglich genug, um schnell erlernt zu werden, aber so strukturiert, dass Fortschritte durch bessere Fahrentscheidungen erzielt werden.

Devastation

Windows 2003
Devastation, 2003 für Windows erschienen, war in der überfüllten Shooter-Landschaft eine düstere Kuriosität. Es versuchte, Action mit einer kargen, postapokalyptischen Atmosphäre zu verbinden und ließ die Spieler durch zerstörte Städte, verwüstete Autobahnen und verlassene Bunker streifen. Ein kleines Team arbeitete daran, eine Welt zu erschaffen, die trotz ihrer trostlosen Umgebung lebendig wirkte. Das Spiel erreichte nie Blockbuster-Status, hinterließ aber einen bleibenden Eindruck bei Spielern, die ein reduziertes, kompromissloses Abenteuer abseits des Mainstreams suchten. Im Kern bietet Devastation einen geradlinigen Ego-Shooter-Loop. Die Spieler bewegen sich durch Level, die offene Ruinen mit engen Innenräumen kombinieren, und suchen nach gefundenen Waffen und knapper Munition. Die Kämpfe sind stressig, da Feinde aus dem Schatten auftauchen und schnelles Zielen und Zurückziehen erfordern. Das Waffenarsenal setzt auf praktische, robuste Designs statt auf exotische Ausrüstung, und die Upgrades sind eher bescheiden. Rätsel und Umgebungsgefahren unterbrechen das Feuergefecht und zwingen die Spieler, ihre Routen zu planen, anstatt jedes Hindernis einfach niederzumetzeln. Optisch wirkt das Spiel mit seinen düsteren Texturen, die Schärfe gegen Atmosphäre eintauschen, ermüdend. So entstehen Ödlandpanoramen, in denen aufgewirbelter Staub und korrodiertes Metall eine spürbare Schwere erzeugen. Die Beleuchtung spielt eine Rolle: Mal flach, mal stimmungsvoll in den zerstörten Innenräumen, wo vereinzelte Leuchtspuren auf verborgene Gefahren hindeuten. Das Sounddesign passt zu dieser Nüchternheit: kratzender Wind, ferne Sirenen und wuchtige, aber nicht glänzende Schüsse prägen das Klangbild. Die Charaktermodelle wirken nach heutigen Maßstäben kantig, doch die Atmosphäre gleicht dies durch ihr starkes Ortsgefühl aus. Technisch gesehen setzt Devastation auf die Konventionen seiner Zeit: Es läuft unter Windows und die Eingabe per Tastatur und Maus ist nach der Kalibrierung weder überraschend noch enttäuschend. Die Framerate schwankt auf unterschiedlicher Hardware, und in späteren Versionen können Texturen ruckeln. Die Ladebildschirme erinnern an die Zeit vor dem Standard von Streaming-Diensten. Die Benutzeroberfläche ist funktional und zeigt Status, Ausrüstung und Missionsnotizen in unaufdringlichen Panels an. Die bescheidenen Mehrspieleroptionen ziehen eine kleine, aber treue Fangemeinde unter den interessierten Geschichtsliebhabern an.

Nexus: The Jupiter Incident

Windows 2004
Zu Beginn des 22. Jahrhunderts wird das Sonnensystem von riesigen Konzernen kontrolliert. Einer dieser Konzerne hat am Rande des Sonnensystems etwas Großes erweckt. Es kommt zum Chaos und wird als "Jupiter-Zwischenfall" bezeichnet. Sie übernehmen die Rolle von Marcus Cromwell, der sich inmitten des Konflikts wiederfindet. Nexus ist ein taktisches Weltraumspiel, das auf Echtzeit-Missionen basiert. Stellen Sie sich Ground Control im Weltraum vor und Sie werden die Idee verstehen. Die Entwickler nennen es einen Tactical Fleet Simulator (TFS) und es ist das erste seiner Art. Nexus verfügt über eine leistungsstarke Black-Sun-Engine und ist mit DX8- und DX9-Shadern kompatibel.
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