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Spiele veröffentlicht von Anjin

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Last Guardian 2: Yomi no Fūin

PC-98 1996
The Last Guardian 2: Yomi no Fūin, auch bekannt als The Last Guardian: The Seal of Yomi, ist ein PC-98-Spiel aus dem Jahr 1996, das von Sting entwickelt und von NEC Avenue veröffentlicht wurde. Es ist die Fortsetzung von The Last Guardian, das im Jahr zuvor veröffentlicht wurde. Die Geschichte von The Last Guardian 2 setzt dort an, wo das erste Spiel aufgehört hat, mit dem Protagonisten Shun, der nach seiner vermissten Schwester Kaguya sucht. Das Spiel ist ein traditionelles Rollenspiel im japanischen Stil, mit rundenbasierten Kämpfen und einer Top-Down-Perspektive. The Last Guardian 2 führt ein neues Gameplay-Element in Form von "Siegelkarten" ein. Diese Karten können im Laufe des Spiels gesammelt und dazu verwendet werden, Feinde zu versiegeln, um sie an einem Angriff zu hindern. The Last Guardian 2 wurde bei seiner Veröffentlichung sehr gut aufgenommen, und die Kritiker lobten die Grafik, die Musik und das Gameplay des Spiels. Es gilt als eines der besten RPGs für die PC-98-Plattform.

Silkroad Hoshi No Shima No Monogatari

Windows 1998
Silkroad Hoshi No Shima No Monogatari erschien 1998 für Windows und erschien ohne viel Tamtam, versprach aber, über konventionelle Abenteuerspiele hinauszugehen. Die Entwickler verknüpften Mythen der Seidenstraße mit Inselgeschichten und schufen so einen kuriosen Hybrid, der zugleich alt und modern wirkte. Spieler tauchten in eine sanft beleuchtete Welt ein, in der Karawanenglocken durch Nebel hallten und Palmenschatten auf ferne Märkte deuteten. Der Name signalisiert eine Odyssee über Handelsrouten und sternenklare Nächte – eine Reise, die sich klaren Genregrenzen widersetzt und geduldige Neugier weckt. Die Musikdesigner schufen spärliche Melodien, die in dunklen Korridoren erblühen. Das Gameplay entfaltet sich als wohlüberlegte Mischung aus Erkundung und Rätsellösen. Die Kamera gleitet über Parallaxenlandschaften, während die Benutzeroberfläche Inventar und Dialogoptionen in zurückhaltender Typografie präsentiert. Die Bewegung ist bewusst gewählt und lädt zur Beobachtung von Texturen und Wettersignalen ein, und Interaktionen mit Reisenden, Statuen und zerstörten Altären hängen vom Timing ab. Rätsel erfordern Mustererkennung, Symbolentschlüsselung und geschicktes Verhandeln und belohnen Geduld oft mehr als Geschwindigkeit. Kämpfe sind nicht oder nur minimal vorhanden. Sie werden durch einen meditativen Rhythmus ersetzt, in dem Fortschritt durch sorgfältiges Planen von Routen und Lauschen auf die Umgebung entsteht, anstatt Knöpfe zu drücken. Die Benutzeroberfläche bevorzugt Entdeckungen gegenüber Kampfprotokollen. Geschichte und Atmosphäre vermischen Mythos und Erinnerung, während der Reisende mit vernarbten Kartenaugen zwischen Inseln umherirrt, auf denen Sprachen wie Segel treiben. Der Text bevorzugt Suggestion statt Exposition, lässt Mythen zwischen den Zeilen atmen und lässt Raum für Interpretation. Die Grafik tendiert zu Aquarelltexturen, getuschten Umrissen und sanften Farbpaletten, die sich dem Wetter anpassen. Ein minimalistischer Soundtrack erklingt mit Glockenspielen, fernen Trommeln und Wind und verleiht jeder Küste Einsamkeit. Die Welt fühlt sich greifbar an, als könnten Regen auf Zedernholz oder salzige Gischt auf Stein die Stimmung augenblicklich verändern. Kleine Details flüstern aufmerksamen Spielern Legenden ins Ohr. Trotz des bescheidenen Budgets erntete das Werk Lob von Kritikern, die Atmosphäre über Schnelligkeit stellten. Es bleibt eine Kuriosität abseits des üblichen Retro-Katalogs, doch Insider loben seine Zurückhaltung und handwerkliche Qualität. Das Abenteuer lädt zum Wiederlesen ein, wobei jeder Durchgang neue Strukturen und Verbindungen zwischen Charakteren offenbart, die ihre Motive selten offen aussprechen. Retrospektive Glossare zitieren es als vergessenen Vorläufer späterer Indie-Projekte, die Ort und Stimmung über Metriken stellten – ein Leuchtturm für Designer, die sich von interkulturellen Vorlieben und gemächlichem Tempo verführen ließen. Von Enthusiasten bewahrt, bleibt es ein stilles Denkmal der PC-Experimente der 90er Jahre. Seine Mystik lädt zum aufmerksamen Wiederlesen ein.
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